Mit Solitären Quartier gestalten
29. Januar 2012
Es ist keine überdachte Passage, sondern eine Bebauung mit drei Solitärblöcken, die sich der Projektentwickler MAB Deutschland für das Rathausquartier vorstellt.
Die deutsche Tochter der niederländischen Rabobank gehört zu den vier Interessenten, die Ideenskizzen für die Entwicklung des innerstädtischen Quartiers unter Berücksichtigung des Fortbestandes von Großteilen des Neuen Rathauses bei der Stadt eingereicht haben (das MT berichtete gestern). Mit rund 60000 Mitarbeitern in 41 Ländern zählt die Rabobank-Gruppe nach eigenen Angaben zu den 15 größten Finanzinstitutionen weltweit. Das Bilanzvolumen beträgt rund 570 Milliarden Euro. Die Immobilienaktivitäten der Gruppe sind unter dem Namen Rabo Real Estate Group zusammengefasst, zu der auch die MAB Development zählt.
In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit des Rathausquartieres könne aktuell keine Aussage gemacht werden, betont MAB. Grund sei vor allem die vom Hamburger Projektentwickler ECE geplante Neustrukturierung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses an der Bäckerstraße, deren Größe maßgeblich die Entwicklung weiterer Handelsstandorte in Minden beeinflusse.
Als Grund wird aber auch das bestehende Neue Rathaus genannt. So scheine die aktuelle Bebauungslinie, die den sogenannten Deilmann-Bau mittig durchschneidet, wenig praktikabel, erklärt MAB. Hinzu komme das bestehende Teileigentum am Rathaus. “Als privater Investor zeigt unsere Erfahrung, dass eine wirtschaftliche Klärung dieser privaten Eigentumssituation in einem durchführbaren Zeitraum sehr unwahrscheinlich sein wird”, so der Projektentwickler. Dennoch sieht MAB ein großes Potenzial für eine wirtschaftliche Entwicklung auf dem Rathausareal.
Die könnte mit einer dreigeteilten Bebauung angegangen werden, wie die MAB-Skizzen zeigen. Drei einzelne Geschäftshäuser, bei denen das Neue Rathaus - der Deilmann-Bau - im Kern völlig entfallen würde. Bestehen bleiben würde nach Vorstellung der MAB-Planer nur die Fassade zum Kleinen Domhof hin - mit Ausnahme einer Öffnung zu diesem Platz.
Keine Angaben hat die Rabobank-Tochter zur Umnutzung der Rathausbüros gemacht. Die Handelsflächen und ein möglicher Branchenmix wurden nicht definiert.
